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Bewusstseinswandel der BesserverdienendenFreitag, 25. Juni 2010
Seit einiger Zeit, gibt es einen Bewusstseinswandel bei den Reichen sozusagen ein neues soziales Gewissen, sicher entstanden nach dem das Volk für sie die Kohlen aus dem Feuer holten. Sie betteln quasi um eine Steuererhöhung um der sozialen Gerechtigkeit willen. Sie sprechen davon, sie nicht von der Solidarität auszuschliessen. Erstaunliches zu lesen im „Stern“ nicht neu, aber in dieser Kompaktheit mit Foto und Namen, das müsste doch endlich einmal die Politik wahrnehmen und sofort reagieren. Die FDP, die das reiche Klientel hofiert, darf sich die Augen reiben bei diesem Angebot die Steuern zu erhöhen. Es ist anzunehmen, dass sie längst von diesem Bewusstseinswandel wissen, nicht nur die FDP. Wieso trugen die Politiker im neuen Sparpaket der Forderung die Steuern zu erhöhen nicht Rechnung. Irgendein lausiger Mitarbeiter des Politik- Gremiums war sich nicht zu blöde mit der Forderung, dass die Heizkosten nicht mehr vom Staat getragen werden. Immer und immer werden die Schwächsten zu Finanzierung einer Krise hergenommen. Die FDP bestand auf. Ausgabenkürzungen ja, Steuererhöhungen nein. Es reicht Herr Westerwelle. Einer der Reichen formulierte es so; „Es ist obszön, dass der von den Finanzmärkten verursachte volkswirtschaftliche Schaden ausgerechnet von Hartz IV Empfängern beglichen werden soll, er will 50% Steuern zahlen.“ Das ist der Tenor aller Befragten. Reiche Eltern fordern, dass das Kindergeld für Reiche gestrichen wird. Ein Beispiel wie unfähig unsere Politiker agieren. Zwischen 1999 und 2007 stieg das Einkommen nur beim oberen Zehntel unserer Gesellschaft, dafür wurden die unteren Einkommen ärmer. Die Geretteten der Krise wollen sich bei den Rettern bedanken und nicht mehr zusehen müssen, wie an der Kasse der letzte Cent aus dem Portemonnaie gezählt wird. Hoffentlich nimmt die Regierung schnellstens dieses Angebot an und prüft ihr Sparpaket neu. Eines das endlich mal die unteren Zehntausend auslässt. Am Wochenende will die FDP über Steuererhöhung beraten, ob da Sachverstand waltet darf bezweifel werden, ihr Programm enthält nur Steuersenkungen. Vielleicht streiken bald die Reichen. Zu „wissenschaftlichen Zwecken“Dienstag, 22. Juni 2010
Seit Jahrzehnten jagen kalte kurze Schauer über unsere Rücken, wenn Bilder über den Schirm laufen über das brutale Töten von Walen, zu, wie es immer heißt „wissenschaftlichen Zwecken“. Genauso lange wie die Bilder laufen, genauso lang gibt es Proteste und Konferenzen wie jetzt mal wieder in Agadir. 88 Mitgliedstaaten parlieren darüber, dass nach 25 Jahren ganz offiziell der kommerzielle Walfang wieder erlaubt wird. 1.500 Großwale dürfen bestialisch getötet in den nächsten Jahren gefangen und für teures Geld verkauft werden. Sie landen in Sushi-Bars oder auf dem Schwarzmarkt und kein Gourmet sieht hier eine Verantwortung auf Walfleisch zu verzichten. Dabei werden nur die besten Filetstücke herausgeschnitten und der Rest wird wieder ins Meer geworfen Japan schickt jährlich eine neue Begründung für den Fang zu „wissenschaftlichen Zwecken“ Walmilch als Nahrungsergänzungsmittel und Walspeck als Kollagen gegen Hautalterung. Es lohnt nicht über eine derartig fadenscheinige Begründung nachzudenken. Völlig undiskutabel. Ziemlich kleinlaut fordern Tierschützer wenigstens das Südpolarmeer zu schützen als Rückzugsgebiet der Großwale. Längst geht hier die Population der Großwale zurück, weil sie nicht mehr genug Nahrung finden. Ihr Reich das Meer, wird ihnen längst streitig gemacht. Das Meer als Müllhalde, Öl verseucht und der Lärm unter Wasser führt zur Desorientierung und man darf vermuten, dass die Tiere in ihrer Not Selbstmord begehen und zu Hunderten an Stränden anlanden und verenden.
Macht euch die Erde untertan, scheint der einzige Spruch aus der Bibel, den wir radikal verfolgen, solange er uns Gewinn verspricht. Tierschützer und Greenpeace- Aktivisten scheinen mit ihrem Kampf gegen den Walfang auf verlorenem Posten zu stehen. Ob wir den EU-Beitritt Islands vom Verbot des Walfangs abhängig machen, darf bezweifelt werden, aber ein Anfang wäre es. Abgenagt und den Hunden vorgeworfenFreitag, 18. Juni 2010
• Das Hühnchen ist gerupft die Lebensmittellobby ließ es sich über eine Milliarde Euro kosten, damit ja nicht die Ampel eingeführt wird. Da wird der Hund in der Pfanne verrückt, bleiben wir bei Lebensmittelmetaphern, mit welchen Argumenten sie das dem tumben Volk vorkauen und zu schlucken geben. Ein paar Beispiele; gäbe es die Ampel könnte es geschehen, dass die Menschen die sich danach richten, unter Mangelerscheinungen leiden könnten, zu wenig Zucker mache schlapp, dieser Art, Ballaststoffe zu viel, zu wenig. Wie soll der Verbraucher wissen, was er braucht. Ich lache mich schlapp, die Kennzeichnung der GDA auf der Rückseite die den Tagesbedarf der einzelnen Substanz nennt, ist so geschrieben, dass es ohne Lupe und wer läuft schon damit herum, nicht zu entziffern ist, alte Leute, oder eilige Menschen, greifen und so will es die Lebensmittelindustrie, nach dem einprägsamsten Bild oder Aufschrift, ab geht es zur Kasse und in den Magen. Die schnell zu erfassende Ampelversion die auf den ersten Blick anzeigt, was uns Coca Cola, Nestle, Unilever und Co., ins Essen mischen oder unterjubeln wollen, musste mit allen Mitteln verhindert werden und es ist ihnen gelungen. Die Einführung einer Ampel auf den Lebensmitteln würde die Kosten für den Endverbraucher in die Höhe treiben. Nun, die bisher als Schmiergeld verbratene Milliarde werden wir sicher auch verdauen dürfen. • Körbeweise wurde der Umweltausschuss in der EU überschwemmt mit Anträgen aus der Lebensmittelindustrie mit Gesetzesvorlagen und Abstimmungen und diese, kaum zu glauben, wurde genauso von der EU in ihre Entscheidung einbezogen und abgestimmt. Jetzt dürfen wir weiter die fett-und zuckerhaltigen-manipulierten Lebensmittel in unsere Körper pressen, damit der Magen ordentlich was zu verdauen hat. • Wohl bekomms. Wo der Storch mit dem Bauer tanztMontag, 14. Juni 2010
• „Immer neue und industriell ausgebaute Tierhaltungsanlagen beeinträchtigen die Entwicklung, des ländlichen Raums“ sagte einer der was zu sagen hatte und eine 300 Mann starke Demonstration anführte gegen den Plan eine Schweinemastanlage von 35.000 Tieren in der Uckermark, zum Tag der 16. Brandenburger Landpartie. Ich stutze Entwicklung des ländlichen Raums. Raum ja, viel Raum nur Entwicklung da kommt die Frage auf, in welche Richtung? Entschließen sie sich zu einer Landpartie durch Brandenburg, empfiehlt es sich, ordentlich Verpflegung mitzunehmen, hier kann es passieren, dass sie halbverdurstet am Straßenrand liegenbleiben, von Essen gar nicht zu sprechen, da kann man einen Monat ohne überleben. Ländlicher Raum soweit das Auge blickt und das Herz erfreut. Erstaunt und zum Schluss fast erschüttert erlebte ich einen langen Augenblick, in Wirklichkeit ca.30 Minuten, sah wie ein Bauer mit seinem Traktor über einem Feld Heu mähte und erblickte plötzlich direkt vor ihm einen Storch, mein Lieblingstier. Schon wollte ich Angstschreie ausstoßen, fürchtete um ein Storchenleben, und sah, dass der Storch völlig angstfrei vor dem Traktor tanzte, in einem Abstand von ca. 5 Meter, von Zeit zu Zeit hüpfte er nach hinten in das Gemähte dann ging er wieder nach vorn, bohrte seinen Schnabel in die Erde, Ich vermute der Bauer schwitzte Blut und Wasser um das Tier nicht zu verletzen, oder sie waren Freunde und der Storch wusste genau wie schnell der Bauer fuhr, sie kannten sich, waren Freunde. Reihe um Reihe fielen die Halme und der Storch mittenbei. Das Gras für den Bauer die Maus für den Storch. Gemeinsame Nutzung auf höchstem Niveau. Ich fuhr weiter und betrachtete verlassene Gehöfte riesige ehemalige LPG-Güter auf der Suche nach einem Gasthof, völlig umsonst. Hier also sollen zukünftig 35.000 Säue gemästet werden, gleich daneben wächst genmanipulierter Mais. Irgendwie war ich dann doch beruhigt, dass es hier keine Gasthöfe gibt und ich „frisch vom Lande auf den Tisch“ nicht vorgesetzt bekam. Die WandFreitag, 11. Juni 2010
Marlen Haushofer schrieb im letzten Jahrtausend den Roman „Die Wand“ ein heimlicher Bestseller, der jedes Jahr neu aufgelegt wird, allein durch Mundpropaganda und jetzt verfilmt wird. Darin wird eine Frau beschrieben, die plötzlich in einem Jagdhaus auf sich allein gestellt, erkennt, dass rings um sie herum eine undurchdringliche gläserne Wand steht. Entweder kämpfen da raus zu kommen, oder sich darauf einstellen ist die Frage des Romans. Die gleiche Feststellung heute zwischen Volk und Regierung. Sicher kein falscher Eindruck , dass zwischen uns ebenso eine gläserne undurchdringliche Wand sich aufgebaut hat. Niemals gab es eine schlimmere soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft. Sie reden und entscheiden, so zumindest mein Eindruck wider besseren, eigenen Gewissens. Parteiengerangel um Macht ist oberstes Gebot vor der sozialen Gerechtigkeit für die Gesellschaft. Die Reichsten unserer Gesellschaft bitten fast schon händeringend um höhere Steuergesetze für eine sozialere Ausgewogenheit, doch die schwindente FDP führt ihr grausames Spiel weiter. Die Leidtragenden wissen inzwischen, dass eine sozial-demokratische Bundesrepublik nicht mehr existiert nur noch aus Angst wird ein sozialer Frieden gehalten und es lässt sich keine Kraft für einen Widerstand mobilisieren. Die Angst vor Kündigung, noch mehr sozialer Einschnitte hält uns in Schach. Woher kommt es, dass wir ruhig zusehen wie die Reichen 12% mehr Gewinn in den letzten Jahren eingefahren und 15% weniger Lohn gezahlt wird. Mehr Lohn erhalten nun die Ärzte, schon wieder als potenzielle FDP Wähler. Abfindungs-Manager treiben Konzerne in den Ruin, sacken in Millionenhöhe Fördermittel ein und Steuer brauchen sie erst gar nicht zu zahlen. Nun entschied ein Gericht, dass auch Nokia in Bochum seine 1,5 Millionen Subvention nicht zurückzahlen muss derweil ehemalige Mitarbeiter heute ihr Leben mit Hartz-IV fristen müssen und zu Faulpelzen und Pennern dekatiert wurden. Gäbe es Vollbeschäftigung, wie vollmundig versprochen, mit Geldern gefördert, die nie irgendwo ankommen, dann hätten wir eine andere Situation. Hundertausende bemühen sich täglich um Arbeit umsonst, sie schreiben Bewerbungen die im Altpapier landen, und letztendlich landen sie in der schon populären Unterschicht, die systematisch aufgebaut wird um einem Politiker die Möglichkeit zu geben, darüber zu schwadronieren. . Es war kein Linksradikaler, sondern Augustinus, der fand, dass Staaten nichts als große Räuberbanden seien, wenn sie die Gerechtigkeit preisgeben. Dem ist nicht hinzuzufügen. Westerwelle blass und ausgemerkeltDienstag, 8. Juni 2010
Blass, völlig emotionslos, wiederholt Westerwelle eingeübte Sätze, ausgemerkelt hinterlässt er den Eindruck eines Hirntoten. Gab es noch eine kleine Hoffnung diese Koalition bringt dieses mal etwas zustande, etwas Gerechtigkeit, wenigstens für die Menschen, die nicht schuld sind an der Wirtschafts- und Finanzkrise in der wir stecken. Ob wir tatsächlich über unsere Verhältnisse gelebt haben, wie uns ständig vorgebetet wird, wage ich zu bezweifeln. Säcke voller Milliarden ergossen sich über die Banken, Mehrwertsteuerkürzungen für Lobbyisten, ruck zuck geht das und nun wagen sie es den sozial Schwächsten noch den Kohlegroschen wegzunehmen. Und wir das Volk dem das geschieht ducken uns weg. Sind wir nun die Dorfdrottel die von einer Ecke in die andere getrieben werden? Na dann hatte doch Sarrazin recht, zieht euch einen warmen Pullover über, wenn euch friert. Dieses Sparprogramm beinhaltet eine deutliche Kampfansage, was folgt ist eine Kapitulation aller, die je für einen Sozialstaat votierten. Sind wir wirklich so machtlos wie wir uns geben, den Anfängen wehren, ein Slogan der wie die Trillerpfeife in der Ecke vergammelt, gilt nicht mehr.. • Andererseits erleben wir unsere Machtlosigkeit auch auf dem Gebiet der genmanipulierten Lebensmittel. Über hundert Bauern in sieben Bundesländern bauten verbotenen Genmais an. Seit Jahren wird gewarnt vor Monsanto und ihrem genverändertem Mais, mal war er verboten, mal erlaubt, jedes Land unterschiedlich, als gäbe es himmelhohe Betonmauern zwischen den Ländern. Niemand weiß, was geschieht, wenn die gentechnisch veränderten Sorten sich mit anderen Pflanzen kreuzen, die künstlich eingebauten Gene können sich unkontrolliert vermehren, das Grundwasser verseuchen vor allem zukünftig in unseren Lebensmitteln stecken. Das gleiche gilt für die Kartoffel Amflora die für die Papierherstellung manipuliert wurde. Was irgendwo einmal in die Umwelt gelangt, lässt sich nicht mehr zurückholen. Demnächst bei all den vielen Pflanzen-Giften die wir schon zu uns nehmen, gesellen sich die Genmanipulierten in die Tüten und auf die Teller. Ich vermute sie wirken längst schon einschläfernd auf unsere Gehirne. • Andere Auswirkungen werden die kommenden Generationen ausbaden. Sicher nicht die letzte SchwachheitFreitag, 4. Juni 2010
Sehr süffisant bemerkte noch am Mittwoch die Medienwissenschaftlerin Prof. Höhler, wenn Merkel die letzte Rivalin auf ihren Thron wegbeißen möchte, dann brauche sie die von der Leyen nur zur Bundespräsidentin zu machen. Hat nicht ganz geklappt Frau Höhler, da gab es in Niedersachsen schon einen der sich vorbereitet hat zum nächsten Sprung. Der seinen Stall aufgeräumt und öffentlich bekannte, die Kanzlerschaft traue er sich nicht zu. Damit fiel er automatisch aus der Rivalität auf das Merkelsche Amt und nimmt nun die letzte und höchste Sprosse der Leiter. Außer hübschen Familienfotos von Wulff einer hübschen Designerblondine mit hübschem Kleinkind war er nur noch Dekoration für die CDU. Nun bekommen wir demnächst hübsche Familienfotos aus dem herrlichen Anwesen Schloss Bellevue. Die Gazetten werden jubeln. Wulffs bei Obama, mit Carla Bruni, oder Blond in Afrika oder mit Schwiegermama Merkel. Wie viel Kleister braucht eigentlich unser Bundeskanzleramt um alles zuzuschmieren. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie sich selbst zugekleistert haben bis zur Undurchdringlichkeit, Unkenntlich sind sie schon Unsere Republik am Rande des Wahnsinns und nirgends ein Helfer, der das Schmierentheater beendet und ihnen wieder auf die Beine hilft. Aber ich befürchte sie sind alle völlig austherapiert, man kann nur noch abwarten bis es zu Ende geht. Manchmal wünscht man dem Patienten ein schnelles Ende, denn jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne. Je jeher desto besser für die Hinterbliebenen und dem Volk das sonst irgendwann zur Axt greift. Mit sofortiger WirkungDienstag, 1. Juni 2010
Ein nicht unmaßgeblicher Grund unseres Staatsoberhauptes zum Rücktritt; ist sicher, irgendwann ist die Journaille nicht mehr auszuhalten. Da steht er mit Ehefrau, die Koffer gepackt vor der Tür und sagt; “mit sofortiger Wirkung – und ich sehe keinen Respekt mehr vor meinem Amt“ Horst Köhler war in seinem Amt ein integerer, humanistisch geprägter Bundespräsident, der überall mit Respekt vor Person und Amt und als Deutscher anerkannt wurde. Was seine berufliche Laufbahn vordem war, damit musste man nicht einverstanden sein, darüber kann und darf Meinungsverschiedenheit herrschen, hier geht es darum, wie sind wir mit unserem Staatoberhaupt umgegangen? In seiner zweiten Amtszeit ging es los, sein Personal verließ ihn reihenweise und die Häme folgte auf dem Fuß. Hoffnungslos zog sich der Bundespräsident zurück, enttäuscht von unserer Politik und mehr noch von unseren derben, unsensiblen, populistischen und machtbesessenen Politiker, die nichts aber auch gar nichts auf die Reihe kriegen. Seit zwei Jahren befinden wir uns umgeben von Spekulanten, Bankern, Managern die alle Werte über Bord geworfen und einzig und allein als Geldfresser fungieren. Das hat diesen Mann umgetrieben, sein Blick auf Deutschland für das er im Ausland gerade stehen musste und für das er sich schämte. Also zog er sich zurück, auch ich schrieb mal, „Wo ist Horst Köhler“? Die Sätze die er im Deutschlandfunk über unsere Kriegseinsätze sagte,. entsprechen doch der vollen Wahrheit. Ob es nun seine Sache ist, dies kundzutun geht auf seine Verantwortung und die trägt er. Eine grausige Medienlandschaft schreibt sich geil die Finger wund, lästert; Feigling, Flüchtling, Memme, beleidigte Leberwurst, er habe hingeworfen, das Gift spritzt nur so, darin sind wir Spitze, wenn indifferent alle ins gleiche Horn blasen. Köhler war nicht überfordert wie zu lesen ist, er war unterfordert, abgebremst durch sein Amt, den Besen hätte er schwingen wollen um der trögen deutschen Politik zwischen die fetten Beine zu fahren. Nun hat er den Büttel voll und geht als geschlagener Mann, aber stolz auf seine Werte, nach denen wir bei unseren Politikern umsonst Ausschau halten. Die SZ votiert für Schäuble, ja soll er denn per Rollstuhl die Paraden abfahren, seht her, so kann es euch auch ergehen und der- sicher bleibt auch wenn es schwierig wird- ja wo soll er denn noch hin? Andere Spekulationen mag ich nicht führen ist eh egal, irgendeine Krähe die der anderen kein Auge aushackt werden sie schon finden. 1 Million? Läppische 6 NullenSonntag, 30. Mai 2010
Ein gravierendes Datum gab es dafür nicht, als klammheimlich die 1 Million aus den Nachrichten verschwand. Vergleichbar mit starken Medikamenten die man langsam ausschleichen lässt, bevor man sie ganz absetzt. So muss es mit der Million gegangen sein, irgendwann war sie einfach weg, passé. Der Traum vom „Tellerwäscher zum Millionär“ geplatzt und läppisch heute noch bei Jauch zu sitzen wegen einer Lappalie, verkommen zum niedlichen Rätselraten Die Million einst romantisches Wunschdenken interessiert heute keinen mehr, jetzt wird nur noch in Milliarden gerechnet, alles aber auch alles geht nur noch in die Milliarden, ob Ölpest, Bauvorhaben, Bankergewinne, Schulden, Steuern und dass diese Summe für den Bürger zur normalen Erreichbarkeit wird, bleibt noch lange Utopie. Diese Summe bleibt unvorstellbar, eine Inflation, die allerdings im Realen durchaus zutrifft. In den 80iger Jahren ließ sich die beste Freundin ihre Rente errechnen und mit 2.000 Mark dachte sie das reicht, mehr brauch ich nicht für den Rest meines Lebens. Fortan gab sie ihr versicherungspflichtiges Leben auf, warf sich allerdings ziemlich erfolglos auf die Kunst und arbeitete nur noch für den Lebensunterhalt auf Honorarbasis. Heute verbringt sie den langen Rest ihres Lebens mit nicht einmal 1.000 Euro. Daher plagt sie jetzt eine Ahnung wie die Millionen verschwinden und zu Milliarden mutieren konnte. Dass der Nachbar auf seinem Grundstück, bisher ein netter freundlicher Millionär der seinen 2CV aus der Garage schob, heute zum protzenden Milliardär mutierte und in seinem Carport nicht nur einen Bentley stehen hat. Aus dieser Tatsache schließt sie, hier sind kriminelle Energien am Werk, irgendwie muss dieser Nachbar an ihre fehlende Rente gekommen sein. Was ihrem nachbarschaftlichen Verhältnis nicht förderlich ist. So schnell wird sich der Schlamassel nicht lichten, wir werden uns an die Milliarde gewöhnen ohne zu verstehen, warum es immer Milliarden sein müssen. Früher bekam der Anwalt für eine Beratung 40 DM heute 400 Euro. Noch mehr Beispiele, damit sich der Nebel lichtet? Irgendein amerikanische Tycoon meinte einmal:“ Reich ist man erst dann, wenn man sich bei der Bilanz um einige Millionen Dollar irren kann, ohne dass es auffällt. Daraus machten die Banker gleich mal Milliarden. Verloren hat nur die beste Freundin von allen, ihre 1.000 Euro werden nie mehr mehr. Haie und kleine FischeMittwoch, 26. Mai 2010
Dieser Titel allerdings erinnert die Älteren unter uns an einen Film bei dem es weniger um Meeresgetier als um Menschen ging. Eines haben sie gemeinsam sie wachsen nach, heute mehr der Mensch als der Fisch. Dass Haie Menschen fressen jagt noch immer schauriges Entzücken über den Rücken, umgekehrt wird etwas daraus, wir vernichten Millionen von Haien, nur um ein bestimmtes Klientel mit Haifischflossensuppe zu beköstigen. Es ist illegal und der Esser weiß es selbstverständlich, aber sein Gaumen ist ihm näher als die Sorge um das Sterben der Fische, Überfischung, oder die Verschmutzung unserer Meere. 2/3 der Menschheit lebten bisher vom Fisch, dagegen wäre nichts einzuwenden, gäbe es ihn in Hülle und Fülle und könnte er sich weiterhin so vermehren wie es die Menschheit tut. Dieses einstige Gleichgewicht ist zum Ungleichgewicht geworden. Was, wenn in einigen Jahrzehnten kein gesunder Fisch, wenn überhaupt, gefangen werden kann? Gesund dürfte hier auch nicht das richtige Wort sein. Vielleicht weniger belastet? Wissen wir schon, wie sich die augenblickliche und bestimmt nicht letzte Ölkatastrophe auswirken wird? Schon längst baggern wir uns unser eigenes Grab. Da hilft auch keine Piraterie wie vor Ostafrika, wo sich die Fischbestände erholen dürfen, Öl und weitere tödliche Chemikalien werden jedes Meer verseuchen. Gewinner werden große Chemiekonzerne die längst an genmanipulierter und künstlicher Nahrung basteln. Dummheit scheint das hervorstechendste Merkmal der Menschheit zu sein. Unsere Gier ist absolut und rücksichtslos vorsichtsfrei in jeder Hinsicht. Heute gab es einen Artikel in der SZ über ein neues Wunderkraut „Stevia“ ein Süßkraut süßer als Zucker und ohne eine winzige Kalorie. Danone feilt schon die Krallen, es passt so wunderbar in unsere figurbewusste Gesellschaft. Die Indios allerdings nehmen es als Abtreibungsmittel und es verhindert weiteren Nachwuchs. Na also, eine Chance für die Fische. Wir futtern statt Zucker zukünftig Stevia und der Vermehrung wird Einhalt geboten und die Umwelt kann sich von uns erholen. Drei freie Tage garantieren GehirnleereMontag, 24. Mai 2010
Drei freie Tage, verheißungsvoll davor, tausend Pläne, Verabredungen, oder mal so ganz in Familie, können insbesondere für uns Frauen in Familie insbesondere wenn liebender Besuch sich ansagt, zur völligen Gehirnleere führen. Wochenendausgaben die mit Literaturtiteln locken, wandern sofort in die Papiertonne, müssen zur Vorbereitung auf den herzigen Besuch ungelesen den schmückenden Blumenarrangement weichen. Unzählige Stunden stecken die öligen oder sonst wie beschmierten Hände im Abwaschwasser, die heiße Bratröhre im Rücken und der Wasserkocher gibt seinen Geist auf. Nach alledem, gute Laune der Gesättigten und draußen nähert sich endlich ein Bilderbuchabend, ein Glas Rotwein in den geschundenen Händen, trotzdem oder gerade deswegen die Hoffnung, jetzt raus auf die Terrasse und endlich, ein Gespräch mit dem noch studierenden Sohn zur Lage der Nation. Unauffindbar musste er sich pulverisiert haben, aufgelöst wie die letzte Wolke vor der untergehenden Sonne. Onkel und Tanten, fordern und jubeln dieser bis dato schwarzen Fläche des TV-Gerätes zu, „wir wollen „Wetten dass“ sehen“. Jetzt fläzten und lagen geöffnete Hosengürtel vor Chips, Salzstangen, Wein und Bier und vergebens nach meinem Wunsch zu Wahlverwandtschaften, verfolgten alle Augenpaare stundenlang dem Schwachsinn, mit völlig entleerten, argumentlosem Gehirn und entgegengesetzt, dass an Pfingsten der Heilige Geist Einzug halten werde, verbrachte ich Stunde um Stunde, zu schwach, meine stille Frage zu beantworten, wie ist es möglich, dass Millionen, ob in einer Arena oder vor dem TV so frenetisch klatschen und ab lachen.“Erkennst du nicht den hintergründigen Witz des Gottschalks“? Mit einem Glas Wein schloss ich von außen die Terrassentür, hörte anstatt des Goldgewellten, Frösche quaken, einige Vögel sich in den Schlaf piepsen. Entweder ich verlor die letzte Hoffnung, dass sich die Lage der Nation bessert oder musste mir die Frage selbst beantworten, einfach alles zu ignorieren. Basta. Die DDR muss künstlich am Leben erhalten werdenFreitag, 21. Mai 2010
20 Jahre nach ihrem Tod wird die DDR weiter künstlich beatmet. Ob es um Regierungsbildungen geht mit den LINKEN, oder wie jetzt geschehen mit der Einführung von Mindestlohn für Pflegeberufe. Da bekommt die komatöse DDR einen ordentlichen Stoß zur Wiederbelebung ganz nach Gutdünken westlicher Politiker. Es muss gezeigt werden, wir sind alle gleich aber der Westen ist gleicher. Es muss zum Leben reichen, so die Forderung der Gewerkschaften, aber nur für die Menschen im Westen. Bei 8,50 im Westen ist es vielleicht möglich ohne zusätzliche Aufstockung seitens des Staates auszukommen, dem Osten müssen 7,50 Euro pro Stunde brutto reichen, damit kommt er bei einer Ganztagsbeschäftigung in einer schwierigen verantwortungsvollen Arbeit auf eine monatliche Auszahlung von ca. 700 Euro und bleibt künstlich gehalten am Tropf von zusätzlicher Staatshilfe, die außerdem blühende Landschaften fordert. Wird hier impliziert, dass alte, kranke Menschen in Pflegeheimen des Ostens eine mindere Qualität an Pflege zuzumuten ist, oder wird mehr Anstrengung durch die Pflegenden erwartet? Ständig wird den LINKEN vorgeworfen, wenn es mal wieder passt und man nicht zu Ende denken möchte, sie wären nichts als DDR-Nostalgiker. Vergessen wird, es gibt die Demokratie nur ganz oder gar nicht; ein Gemeinwesen kann nicht funktionieren, wenn die Menschen dort abends und am Wochenende Staatsbürger sein, wochentags sich aber dem Diktat der Verhältnisse beugen müssen. Sie beugen sich seit 20 Jahren, lernen und üben sich in Demokratie, die ihnen dann immer abgesprochen wird, wenn es um ihre Lebensverhältnisse geht mit dem Westen gleichzuziehen oder auch nur anzunähern. Dazu haben sie noch lange kein Recht. Marschieren aus Protest Nazikolonnen durch die Straßen, wird schnell die DDR aus dem Koma geholt und wiederbelebt. Ich wünschte mir mehr politische und wirtschaftliche Anstrengungen um zumindest in absehbarer Zeit eine Balance zwischen unseren Ländern herzustellen. Eine elitäre Gruppe benimmt sich ziemlich prekärMontag, 17. Mai 2010
Wie das Kerngehäuse bei einem Apfel, innen faul, außen glänzend, sieht es heute mit dem heiligen Schwur eines Arztes, den Menschen zu dienen, auch nicht aus. Schicker Weißkittel, innen morsch. Der Stab des Äskulaps liegt zerbrochen. Die Sorge aller in Deutschland die uns umtreibt ist doch, Inflation ja oder nein, jetzt oder später, oder nur Sand in einer undurchschaubaren Wirtschaft. Angst und Sorgen treiben uns um, da drohen unsere Elite-Akademiker 55 000 angestellten und beamtete Ärzte mal wieder mit Streik. 5% mehr Lohn, schon wieder, 700 Krankenhäuser können nur noch nach einem Notfallplan arbeiten. Schon wieder einmal. Dabei hat man als Patient längst den Eindruck, auf Ärzte vertrauen gleicht einem vakantes Unternehmen. Und ein funktionierendes Gesundheitssystem gibt es schon längst nicht mehr. Will sich die Gutverdienende noch schnell vor der allgemeinen Pleite ein höheres Gehalt sichern, das selbst eine Abwertung aushält, oder wollen sie bessere Arbeitsbedingungen? Wieso sind sie nicht in der Lage selbst für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen, braucht es dazu einen Streik der nur zu Lasten der Patienten geht. Patienten befinden sich doch permanent in einer Notsituation und heute nimmt der Patient mehr Rücksicht auf seinen Arzt als umgekehrt. Natürlich sind die Überstunden bzw. die Regelung 16 Stunden am Stück zu arbeiten grotesk und eigentlich keine Frage des Gehalts mehr. Ihrer Forderung von 5% steht ein annehmbares Angebot von 2,9% gegenüber. Das heißt aber noch lange nicht, dass es die Arbeitszeiten regelt. Keiner von uns möchte sich von einem überforderten Arzt behandeln lassen. Mein letzter Arztbesuch, der einzige Spezialist der Stadt, überzog mich mit einer Alkoholfahne, die mir jede weitere Behandlung unmöglich machte. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass ihn Geldsorgen plagten. Es wäre an der Zeit, dass Patienten streiken, jedenfalls alle die nicht unmittelbar vor dem Mann mit der Sense stehen. Das ist natürlich unmöglich und dadurch der Patient erpressbar. Das Wochenend-Regen-NickerchenSamstag, 15. Mai 2010
Ein Blick durch die dickleibigen Wochenendausgaben, lässt einen genauso brummig blicken wie durch die Fensterscheibe. Ackermann so ganz auf der Höhe seiner kapitalistischen Denke, da ballt sich die Faust des Bürgers völlig umsonst, solange sie nicht in seinem breiten Grinsen landet. Wer es friedlicher haben möchte geht zum Ökumenischen Kirchentag nach München, „kein Donnergrollen der beiden Kirchen, zu den drängenden Wirtschaftsfragen, zur sozialen Verantwortung der Finanzmärkte. Statt dessen sonore Äußerungen und ein paar Worte, die jeder unterschreiben kann.“ (SZ) Verzweifeln wir nicht, beten wir. Bei diesem wundersamen, leichten und ständigem Regen empfehle ich bis Montag früh. Ein erfrischendes Nickerchen bringt keinerlei Informationsrückstand mit sich. Träumen uns weg von fehlendem Geld und Gold, genießen schlafend griechischen Wein und tanzen den Sirtaki. Die Globalisierung fordert ihre OpferDienstag, 11. Mai 2010
Nach dem Freudentaumel der Globalisierung folgt zwangsläufig eine Depression, warnende Stimmen wurden ignoriert, man lebte über seine Verhältnisse, nichtahnend, dass die Füchse ihre Klauen längst schärften um den Hühnerstall aufzumischen. Ihre Angriffswaffen in dieser globalisierten Welt sind vernetzte Computer von Devisenhändler und Finanzbroker, Spekulanten- ein Beruf den sie auf keiner Visitenkarte finden-. Gigantische Computerprogramme sind von der Kette. Der Mensch hat abgedankt es herrscht die Maschine. Sie wetten erfolgreich gegen Griechenland und weitere schwächelnde Staaten. David Einhorn von Greenlight empört sich: „Es ist unklar, ob die Beamten auch nur auf die Idee gekommen sind, sich zu fragen, wie eine kleine Gruppe Hedgefonds, die ein paar Milliarden Dollar in einem diversifizierten Portfolio verwalten, den flüssigsten Währungsmarkt der Welt in die Enge treiben können? An welchem Rad wird hier gedreht, die Frage liegt nahe, wer beherrscht die Regeln des Spiels, ganz sicher die Zocker, die schnell die Schwäche eines Staates nutzen, Wetten abschließen, welch gigantische Summen für sie zu holen sind. Machthungrige, satte Politiker versäumten Mechanismen festzusetzen um den Spekulanten das Handwerk zu legen, nun ersticken sie an den Kröten hingeworfen zum Fraß, von einem Kartell das die Welt erschüttert. Soviel Asche kann kein Vulkan speien, um ihnen das Handwerk zu legen. Eine Inflation der Milliardäre ist nicht in Sicht, der versklavte Bürger wird es ihnen schon weiterhin recht machen, da sind noch Ressourcen frei.
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