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Allgemeine Verunsicherung durch GenmanipulationSonntag, 7. März 2010
Wer den Frosch küsst, bekommt noch lange keinen Prinzen.
Nichts gegen eine Verwandlung zu Höherem, Besseren, läuft es aber darauf hinaus, dass ich unfreiwillig und unkontrolliert mich verändere sogar das Geschlecht wechsle, dann schwindet der letzte Rest Sicherheit in unserer normalen Entwicklung. Amerikanische Biologen verschiedener Universitäten stellten fest: Das Pflanzenschutzmittel Atrazin ist möglicherweise einer der Hauptgründe für das weltweite Amphibiensterben. Eine Studie zeigt, dass das Herbizid männliche Frösche in weibliche verwandelt und das schon bei einer Konzentration, die unter dem Grenzwert für Atrazin im Trinkwasser liegt. Wer sich nicht in ein Weibchen verwandelte hatte eine niedrigere Konzentration von Testosteron. Bei Menschen wird diese Substanz in Zusammenhang mit einer verringerten Anzahl von Spermien gebracht. Dieses Gift darf in Deutschland nicht verwendet werden, aber dank der Globalisierung und des am häufigsten verwendeten Pflanzenschutzmittel in anderen Ländern, dürfen wir auch davon profitieren auf nicht gewünschte Art Dafür dürfen wir ab sofort die Genkartoffel Amflora in Deutschland kommerziell anbauen, laut Bestimmung der EU. Es zeigt, der Bürger kann sich wehren so viel er will, es wird oben entschieden, was zu tun und zu lassen ist. Eine Kartoffel nur für den industriellen Betrieb, zur Papierherstellung angedacht mit unübersehbaren Folgen für Leib und Leben. Speziell diese Genkartoffel bildet Resistenzen gegen Antibiotika und wie wenig heute schon Antibiotikas greifen, ist bekannt. Zulassungsverfahren und Kontrollen müssten von total unabhängigen Wissenschaftlern geprüft werden. Andererseits wer bleibt schon unabhängig, bei verlockenden Geldscheinen. Erinnern wir uns noch an die Melamin-Milch die in China Kindern verabreicht wurde. Heute sind 12 Prozent der Kinder auf Dauer Nierengeschädigt. Acht Monate vor dieser gefährlichen Giftmilch, bekam die Firma SANLU einen wichtigen Wissenschaftspreis für die spezielle Zusammensetzung ihrer Kindermilch. Soviel zum Stichwort ArbeitsunwilligeMittwoch, 3. März 2010
Seit zwei Jahrzehnten wird mehr oder weniger heftig unter dem Stichwort „Hängematte, später Hartz IV“ debattiert, bis Herr Westerwelle, Vizekanzler, sich vornahm endlich Tacheles zu reden und dem Volk vermitteln wollte, Sozialrecht ist gleich Strafrecht. Ungestraft durfte das so nicht durchgehen und einige aus dem nicht ganz so tumben Volk klagen vor dem obersten Gericht, was zeigt dass die Politik völlig unfähig ist, Richtlinien die sie vorgeben, konkret und korrekt durchzuführen. Heute müssen die Gerichte entscheiden, was politisch zu tun und zu lassen ist. Es wurde heute entschieden, dass es keinen „offenen Datenpool“ geben darf, aus dem sich nach Gutdünken Sicherheitsbehörden und Geheimdienste bedienen dürfen. Also Stecker raus aus unserem PC. Aber bleiben wir bei der Häme die Herr Westerwelle über Hartz IV-Bezieher ausschüttete und nun rauf und runter debattiert wird auf allen Kanälen. Auch hier entschied das Gericht, dass nachgebessert werden muss.
Berlin forderte 650 Hartz IV-Bezieher an sich zum Schneeschippen zu melden. Überrascht dürften nun alle Politiker darüber sein, dass nach dem Aufruf sich 27.000 Hartz IV-Bezieher meldeten. Das muss ein Signal für Herrn Westerwelle und seine Gimpel gewesen sein, dass derart viele Menschen bereit sind, für einen Tageslohn von 50 Euro sofort bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten. 25.350 Arbeitswilligen musste abgesagt werden. Das ist die Lage so sieht es aus. Nicht genügend Arbeitsplätze für Arbeitswillige. Westerwelles asymmetrische Demobilisierung wurde ordentlich Lügen gestraft. Die Vermutung liegt nahe, dass er eine Ablenkungsdebatte führt, um von denjenigen die das Wirtschaftschaos verursacht haben abzulenken. Wie diese FDP das Strafrecht hier ablehnt, sagte einiges aus über das Gesellschaftsbild, das dieser Partei zugrunde liegt. Sorgt für ausreichend Arbeitsplätze für Arbeitswillige. Ein Staubkorn in der GalaxieMontag, 1. März 2010
Die Erde als Staubkorn im Weltall wackelt gewaltig. Kaum vorstellbar, dass ein Eisberg in der Größe Luxemburgs ins Meer stürzt, Erdplatten sich derart verschieben, dass wir den Horrornachrichten über Erdbeben, in ihrem Ausmaß richtig wahrnehmen. Es ist so viel was sich da bewegt in und um unser Staubkorn. Die Sonne, um die das Staubkorn Erde kreist, ist eine unter Milliarden anderer innerhalb der Milchstraße und die wiederum eine unter Milliarden in anderen Galaxien. Seit 15 Jahren ist nicht einmal mehr der Status als Planetensystem einzigartig, mehr als 400 extrasolare Planeten kennen die Astronomen bis heute. Ein wahrer Grund so einige Male sich wegzuträumen, oder auch wegzubeamen auf ein anderes Staubkorn. In der Unendlichkeit müsste doch Platz seine für eine geplagte Seele. Müsste mit der geistigen Lebenserfahrung möglich sein eine bessere Welt zu erschaffen. Müsste nicht nur für zwei Stunden ein Kinotraum bleiben. Den Standort auf der Erde zu wechseln, andere Länder andere Sitten kennenzulernen, ist längst überall gleich gefährlich, weil wir überall auf Menschen treffen. Irgendwie bedrückend. Ein junger Mann aus Australien zog tausende von Kilometern mit zwei Pferden und Hund als Nomade, den Weg den die Nomaden vor tausend Jahren nahmen und am Ende blieb ihm die Erkenntnis, sein Hund und die Pferde blieben das einzig Zuverlässige die seine Jahre konstant treu begleiteten. Menschen die er suchte und fand spielten immer nur die zweite Rolle. Verwüstete Landschaften, deformierte Menschen, sechs Wochen saß er in einem Kaff fest, für einen Stempel um die Grenze zu passieren. Und auch er lag Nächtens im Gras, sah zu den Sternen und wünschte sich Flügel. Vielleicht ist der Blick in die Sterne der kleine läuternde Moment den wir uns gestatten, besseres zu tun, nur meist bleibt es bei diesem Moment.
Heute las ich den Ausspruch von, na wem schon, Herrn Sarrazin, man sollte denen die schon gefallen sind nicht aufhelfen, sondern denen die noch gehen können. Sein Beispiel; im Sport kümmere man sich nicht um die Lahmen, sondern um die Schnellen. Da heißt es die Nacht abwarten, in die Sterne sehen um diesen Satz zu verdauen. „Sieben Wochen ohne“…Mittwoch, 24. Februar 2010
Jeder weiß was damit gemeint ist, nämlich etwas weniger von dem, dass er zu viel hat. Keine Frage, eine Woche mühen wir uns, weniger essen, weniger trinken, weniger rauchen und was es eben für den Einzelnen im Überfluss gibt, ein wenig zu stoppen. Diese Regeln denen wir uns unterordnen sind nicht von Gott, der war nach sieben Tage bereits erschöpft, die Welt zu erschaffen und was dann kam, lesen wir zur Zeit auf Werbetafeln der Handwerkskammer. „Wo Gott aufhörte fing der Handwerker an“, oder „Am Anfang waren Himmel und Erde. Den Rest haben wir gemacht“. Dem kann man getrost uneingeschränkt zustimmen. Eine Werbekampagne aus der hervorgeht, dass die Welt ohne Handwerker einpacken könnte und im Nu auf das Niveau der Steinzeit zurückfiele. Hier wird explizit darauf aufmerksam gemacht, ohne den Handwerker wären wir nicht. Von Kopf ist da nicht die Rede und das macht diese Werbung so sympathisch. Der Kopf lässt eher zu, alles in Schutt und Asche zu legen und dann ist der gefragt mit Hammer und Meißel, zu richten was der Kopf sich ausgedacht. Da ist die vorgeschlagene Zeit von sieben Wochen fasten für den Handwerker nicht drin, außer es kommt eine Katastrophe wie der letzte Winter, erzwungenermaßen musste das Handwerkzeug monatelange in der Kiste bleiben, ein übler Konjunktureinbruch und eine Gefahr für Körper und Geist, wir wissen, wie das so ist, mit dem Müßiggang. In der Zeit sind Körper und Geist gleich gefährdet, davon ist niemand gefeit. Reihenweise werden selbst prominenteste Vertreter von Staat und Kirche zum fehlbarem Vorbild. Sieben Wochen ohne…da kann der Gute, Moralische, Authentische mal straucheln, weil er eben ein Mensch wie du und ich, außer er ist ein Handwerker und der trinkt erst nach der Autofahrt, meist zuhause oder in seiner Eckkneipe, und da soll ihm mal einer kommen, mit sieben Wochen ohne…...und gut beraten, gleichzeitig in Deckung gehen, bevor ihn die volle Kelle trifft.
Moral in Budapester SchuhenSonntag, 21. Februar 2010
Ein kleiner Kaufhausdieb wird beim schnellen Schuhwechsel neu für alt erwischt, gesteht reuig, gibt den Schuh zurück. Kaufhausverbot, Strafanzeige, Urteil, Strafe. So sieht es das Gesetz vor, so wird geahndet. Ganz anders die weißen Westen in Budapestern. Jahrelange kriminelle Energien werden darauf verwandt, wie komme ich am Fiskus vorbei. Steuerfahnder fischen im Trüben und sind erfreut, hängt mal ein einzelner, fetter Karpfen an der Angel. Nun aber, seit es die Garantie vom Gesetzgeber, bei Selbstanzeige, straffrei auszugehen gibt, da ist das Triumphgeheul der sonst so erfolglosen Steuerfahnder groß. Steuerhinterzieher kommt heim ins Reich, Budapester und weiße Weste bleiben euch erhalten. Hier siegt die Geilheit vor der Moral, Strafe oder Rachegelüsten. Obwohl die Namen längst bekannt sind, schafft der Staat für sie extra die Möglichkeit, kurz vor Toresschluss sich selbst anzuzeigen. Eine Selbstanzeige des kleinen Kaufhausdiebes, schützt ihn nicht vor Strafverfolgung. Die Daten der Steuerhinterzieher sind allen Finanzämtern inzwischen geläufig, täglich gehen die Zahlen der Selbstanzeiger über die Ticker, derweil der Finanzbeamte den Namen auf seiner Datenbank nur noch abhakt. Erledigt, keine Strafe und an der Kasse wird das eingehende Steuergeld freudig gezählt. Wenn es denn dem Volke zugutekommt, verdient es Respekt. Die Überlegung wie der Staat an diese Daten kam, Räuber, Hehler, auch hier wird das Gesetz großzügig gehandhabt, ganz im Gegenteil der Staat wird zum Hehler und von wegen Verfall der guten Sitten. Geld kennt kein Gewissen, jedenfalls nicht, wenn’s um Millionen geht. Bei 0,60 Euro Betrug wird ein ganzer Apparat in Gang gesetzt.
Fasten kann Leben rettenMittwoch, 17. Februar 2010
Für einen Monat im Jahr ist in unserer christlichen Welt fasten vorgesehen. Den Winter über, in diesem Jahr dauert er schon 3 Monate, gab es mangels Bewegung einiges auf die Hüften. Der innere Schweinehund sollte überwunden sein und auf geht es in den Fastenmonat. Es muss möglich sein, einmal einen Vorsatz auszuführen. Ich beginne morgens, drei Esslöffel Haferflocken in Wasser aufkochen, ein wenig Salz, fertig. Ein ganz neues Brunchgefühl, mittags Quark mit Schnittlauch hinterher einen Apfel und abends, traurighungrige Argumente gegen das Fasten. Entschluss, mit einer Freundin zu Emil ins Gasthaus, der heute extra große Schnitzel im Angebot hat. Schweineschnitzel bekommen mir nicht wirklich, aber einmal im Jahr gefastet, darf dies jährliche Schnitzel mich nicht umbringen. Andererseits gibt es Meldungen: Sechs Menschen starben durch Bakterien im Käse, den Lidl vermarktete. Aus der schönen Steiermark kam der Käse, wo doch Steiermark schon nach Bio klingt, allerdings eine Firma mit dem Namen Prolactal widerspricht diesem Gefühl. Sie mischten Listerien-Bakterien unter den Käse, die Durchfall, Blutvergiftung, Hirnhautentzündung, einem geschwächtem Immunsystem ordentlich schaden und bis zum Tode führen kann. Sicher ist, einem Veganer wäre es nicht passiert. Fasten wäre eine so schöne Sache, der Körper entgiftet, entschlackt, man kauft weniger, dafür besser, keine Süßigkeiten, keine Tiefkühlkost, nur läppische 4 Wochen durchhalten. Dafür klarer Kopf, straffe Figur, wir sind für den Frühling präpariert und können uns sehen lassen. Wunschträume.
Wie schädlich Umwelteinflüsse sind, muss nun auch das Ministerium akzeptieren, wenn auch mit viel unnötigem Getöse. Ich finde es unter meiner würde „Westerwelle“ zu kommentieren. Wir sind soweit gekommen, dass ich das sagen darf! Leider konnte sich Neurodermitis vom Säugling bis ins hohe Alter flächendeckend ausbreiten, Grund des jahrelangen Leidens; Umwelt und Lebensmittel! Nach der neuen erstrittenen Hartz IV-Regelung, kann es für diese Betroffenen endlich durch den Sozialstaat zusätzliche Hilfe geben. Hoffentlich ohne weiteres polemisches Getöse. Neben sich, außer sich, hinter sich,Samstag, 13. Februar 2010
hat man ein vernünftiges Regieren schon jetzt hinter sich?
Gefiel mir gut, was heute die SZ über Westerwelles Fehlleistung schrieb. Mit Recht ist die Empörung groß. Ich schämte mich für ihn, schämte mich, dass so einer Vizekanzler und Außenminister werden konnte, durch unsere Wahl. Dies zu unserer Fehleistung. Einer der es anscheinend nötig hat, populistisch derart zu polemisieren, ist einfach eine Schande. Ein kleiner Dreher im Satz, hätte nur bestätigt, was wir alle nur bedauern, „Arbeitnehmer verdienen zu wenig, gegenüber dem Existenzminimum! von Hartz IV Empfänger!“ So hätte er es formulieren müssen. Damit dies sich ändert, an dieser Korrektur sollte er mitarbeiten, leider nicht zu erwarten, v on einem der solche Sprüche klopft: „Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.“ Welcher Redenschreiber schaute mal kurz in die Geschichtsbücher? Diese Dekadenz ging von den Wohlhabenden aus und endete in einem Großbrand. Anstrengungslose Milliarden ins Ausland verfrachten und verhindern, dass dies aufgeklärt und zurückgeführt wird, darf von Herrn Westerwelle, dem klein Nero, nicht erwartet werden. Unsinnigerweise stützt er Hoteliers mit einem absurden Gesetz, das den Managern ein gutes Zubrot sichert, aber leider nicht dem niedrigerem Dienst in den Etagen, die können kaum von ihrer Akkordarbeit leben. Seine böse Bemerkung zum Urteil des Verfassungsgerichtes dem er, „sozialistische Züge“, unterstellt, spricht für die Haltung unseres Vizekanzlers. Hart wurde nach Krieg an einer sozialistischen, demokratischen Politik gekämpft und ein Grundgesetz manifestiert. Für alle gültig, bisher. Leider wird diese Gültigkeit immer öfter in Frage gestellt und durch neoliberale, feudalistische, Dekadenz aufgeweicht. Gestern wurde der neu überarbeitete Film „Metropolis“ von Fritz Lang aus dem Jahre 1921 gezeigt, welche Art von Anleihe nahm sich Herr Westerwelle daraus, Vater oder Sohn? Anarchist und EinzelgängerMittwoch, 10. Februar 2010
Talkrunden im Fernsehen sind längst zum großen Langweiler und Zeittotschlager. Sätze ohne Variation, hundertmal gesprochen, auf langweilige Fragen. Es gibt sie noch, wenn auch selten, dass es anders ausgeht. Maischberger die ausgewogene Moderatorin und Bushido der vom Kleinkriminellen mit Rap zum Millionär mutierte. Maischberger grauste sich, als erwarte sie jeden Augenblick, dass diese tickende Zeitbombe neben ihr explodiere. Auch ihn grauste es sichtlich, aus ganz anderen Gründen. Er sollte und musste der Kleinkriminelle, für alle misslungenen Kinder als Alibi dienen. • Einer wie Tausende, der hinter die Fassade eines mittelständischen Haushalts blicken musste. Hierarchie, Gehorsam und Devotismus sind Zutaten einer äußerlich harmonischen Familienstruktur. Das Kind als Legitimation für den Grundstock einer Familie. Dass, irgendwann, sollte der Wille nicht gebrochen, noch nicht mürbe sein, aufsteht und sagt, ich mache euren Quatsch nicht mehr mit und die stille, stumme Gewalt, jahrelang erfahren in seiner Familie, exzessiv draußen auslebt, je nach Erfahrung und Eigenschaften. Sie sind verloren für eine soziale Gemeinschaft und werden von der Gemeinschaft rigide ausgeschlossen. Psychologen arbeiten sich an ihnen ab, kämpfen um ihre Eingliederung, sie zu zahlenden Bürgern einer berechenbaren Klasse zu machen. Philosophen sehen in ihnen die Würze und Essenz einer Gesellschaft, nur Liebe und Humanität sind die Zutaten um in einer sozialen Gemeinschaft, als denkender, kritischer Bürger für einen würdevollen Umgang miteinander zu sorgen. Die Beschädigung einer Psyche entscheidet über sein weiteres soziales Verhalten. Kraftlose Kinder werden zu Asozialen, kraftvolle Kinder die sich lösen aus ihrer Familienstruktur , werden, wenn nicht zu beziehungslosen Anarchisten, Einzelgänger die Wegweiser sein können, in Kunst und Literatur, die lebensfähige Strukturen aufzeigen und leben, dass eine Gesellschaft mehr sein kann, als eine breiige, einige Masse, selbstbewusste, aufmerksame Bürger einer sozialen Gemeinschaft. • Jeder hat ein Recht in seiner Möglichkeit. Hoffen auf ein gerechtes UrteilDienstag, 9. Februar 2010
So manchem Politiker werden sich heute die Nackenhaare aufstellen in Erwartung des Richterspruches zur Bemessung des Beitrages für Hartz IV. Circa sechs Millionen Menschen leben von Hartz IV in unserem Staat, eine Schande für einen reichen Staat und ein Armutszeugnis für die gängige Strategie unserer Politiker. Fast ein Jahr dauerte das Tauziehen dreier Familien, die bis in die oberste Instanz gingen um einen Betrag für ihre Kinder, der ihnen entsprechende Bildung und Erziehung ermöglichen soll.
Erinnern wir uns, wie schnell sich die Politiker unisono entschlossen, Banken die sich selbst ins Aus schossen, Hunderte von Milliarden zuschossen, von denen die Allgemeinheit nicht profitierte sondern nur ein bestimmtes reiches Klientel. Nun wird befürchtet, dass Millionen Erwachsene und Kinder zukünftig über ein paar Euro mehr verfügen könnten und schon gibt es Taktiken, wie man sie ihnen wieder abjagen kann. Der ständige Wechsel der Ressorts von Minister ohne fundierte Kenntnisse der Materie, ist zum Heulen und wenn gar nichts mehr geht, dann ändern wir einfach das Grundgesetz. Wer blickt da noch durch. Einfacher scheint die Praktik alles über einen Kamm zu scheren, anstatt individuell von Fall zu Fall zu entscheiden. Vor Schröders Agenda 2010 war dies durchaus eine gängige Praxis, den Menschen wurde je nach persönlicher Lage entsprochen, für ihr spezielles Existenzminimum. Heute wird da keine Rücksicht genommen, so ist es, pasta, wer den Mut aufbrachte, klagte. Tausende Klagen schütten die Schreibtische der Anwälte zu und es ist längst nicht mehr so, dass Richter im Sinne für den Schwächeren entscheiden. Morgen wissen wir mehr. Warum ist die Banane krumm?Samstag, 6. Februar 2010
Eine kleine, von Kindern gestellte Frage, auf die es meist keine Antwort gab, es reimte sich höchstens lapidar, frag` nicht so dumm. Ein tiefes Unbehagen schmorte im Innern, über diejenigen die Vorgaben, alles besser zu wissen. Auch ich stellte eine Frage leider fehlt die Antwort bis heute. Ich wollte genaues wissen. Die Krankenkassen fordern eine Zusatzzahlung von ihren Mitgliedern und ich wollte von meiner Ersatzkasse DAK erfahren, ob sie von den Ärmsten in unserem Land diese, bis heute jedenfalls noch, 8 Euro abkassieren. Frage, müssen Menschen die Grundsicherung bekommen diese 8 Euro bezahlen, nach 2 Tagen die Antwort, ja, wenn sie Bezieher einer Rente und sei sie noch so minimal, sind. Heißt, die Krankenkasse dürfen nach Gutdünken die Grundsicherung , den festgelegten Betrag zur Lebenssicherung einfach kürzen? Antwort, dass weiß in unserer Zentrale niemand, Pauschal außer AlgII, zahlen alle, ich habe in der Geschäftsleitung nachgefragt, soll ich vielleicht Herrn Rösler anrufen. Sinnlos, antwortete ich, der ist der Letzte der Ahnung hat. Ich rufe die Grundsicherungsstelle an, da hieß es, wir haben noch keine Order, legen sie Widerspruch dagegen ein. Es wäre nicht zulässig eine Zuzahlung für den Monat im Nachhinein zu fordern. –So weit so schlecht.-Der Grundsicherungsbetrag würde um 8 bei einigen anderen Kassen um 37 Euro gekürzt und müsste von den Kommunen wieder aufgestockt werden, da der Betrag auf 359 Euro als Lebenshaltungskosten festgeschrieben ist. Das würde bedeuten, dass letztendlich der Staat diese Zusatzkosten übernehmen müsste, um die Misswirtschaft der Krankenkassen zu stützen. Dies nur ein Beispiel, wie zuverlässig und kompetent in unserem Staat gearbeitet wird und wie wir das alles schlucken. Keine Ahnung haben, aber abkassieren, von jenen die sich nie wehren. Wer mit seinem Geld auskommt, den interessieren diese 8 Euro nicht. Mich interessiert, wie mit den Menschen umgegangen wird am unteren Ende der Kette. Genervt stellte die Dame fest, dass ich die Einzige wäre die diese Fragen stelle. Bevor sie eine Antwort bekommen, warum die Banane krumm ist, wird daran experimentiert, eine gerade Banane zu züchten. Wir biegen gerade was krumm ist. Einmalige Gelegenheit nutzen. AUFRUF ZUM WECHSELNSonntag, 31. Januar 2010
Unser marodes Gesundheitssystem gibt uns im Moment eine schlagkräftige Argumentation, endlich die Unmengen verschiedener Krankenkassen zu verändern und zu wechseln. Die wenigen Möglichkeiten die uns Bürger bleiben, sich einzusetzen sind spärlich gesät. Blitzschnell wollen uns Ersatzkassen mit einer Zusatzzahlung von 8 Euro monatlich belasten ohne Gegenleistung und selbstverständlich ohne Gewährleistung, dass sie diese Praktika, je nach Gusto nicht jederzeit wiederholen. Wozu noch Ersatzkassen, völlig unnütz, bringen heute weniger Leistungen als die AOK. Ärzte praktizieren längst so: Extra Wartezimmer für Private, für AOK ,für Ersatzkassen in dieser Reihenfolge
Ersatzkassen wurden gegründet um die Abgrenzung zwischen Arbeiter und Angestellten deutlich zu machen, große Firmen und Gewerke gründeten ihre eigene Krankenkasse, anhand der Krankenkasse war der Mensch gleich zuzuordnen. Arbeiter versicherten sich in der AOK und der Gutverdienende, der über dem Bemessungssatz der Kassen lag, ging in eine Private. Bis vor ca. 20 Jahren fühlten wir uns gut versorgt, schleichend bohrte sich der Virus, Geldgier, Missmanagement in die Kassen und die setzten den Rotstift bei jenen an, die das Geld einbrachten. Was wurde alles zusammengestrichen, vom Sterbegeld bis zur Salbe. Tausend Leistungen gestrichen und 10 Euro pro Quartal und Arzt gefordert, was Millionen einbrachte. Mehr Geld, weniger Leistung, das Motto. Doch die neue Zusatzzahlung gibt uns Bürgern jetzt ein Mittel in die Hand zu reagieren. WECHSELN WIR ZUR AOK, eliminieren wir die Ersatzkassen, die Politik wird weiter herumdoktern, machen wir den Schritt. Es ist die einzige Methode jetzt uns zu wehren und die Debatten werden anders verlaufen im Gesundheitsministerium. Wir verteilen die Karten. Schnell werden die Ersatzkassen zurückrudern, oder sich auflösen. Es ist die einzige Möglichkeit die Dinge zu verändern. Wir müssen es nur tun. Nur die Gesamtheit der Versicherten schafft dies. Der Nachsichtigkeitsfaktor für Rösler FDP ist verspieltMittwoch, 27. Januar 2010
Nein, erwarten konnte man nicht viel von dem neuen Gesundheitsminister Rösler FDP, Augenarzt. Aber da wir mehr als geduldig sind, übten wir uns in Nachsichtigkeit. Diese Nachsichtigkeit ist aufgebraucht, verspielt. Wer seine Zustimmung in dem Gesundheitsdesaster geben kann, 8 Euro pro Mann und Nase monatlich, zusätzlich an seine Krankenkasse zu zahlen, hat von nichts eine Ahnung und schon gar kein soziales Bewusstsein. Wird der FDP kaum unterstellt, die sich Neoliberalismus auf die Fahnen geschrieben hat. Mir scheint ich muss hinnehmen, dass die FDP dieses Würfelspiel weiter betreibt, denke an das Meisterstück, Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels . Wo bleibt der Aufschrei der Medien über das neue Meisterstück, den zusätzlichen Beitrag zu kommentieren, kein Wort heute in der SZ, erwarten wir mehr bei „hart aber fair“? Gibt es in den Verwaltungen der Kassen keine Rechenmaschinen? Vor einem Jahr erhielten wir eine 2%- Kürzung unserer Beiträge. Zwei Jahre zuvor hieß es, die Kassen erfreuen sich an einem Überschuss und sind gut aufgestellt. Sind die Überschüsse in die Honorare der Ärzte geflossen, oder was wurde damit? Entweder wir gehen 18x im Jahr zum Arzt, oder wir haben den geringsten Krankenstand. Hier wird nach Laune jongliert. Tatsache: Pro Monat werden ab Februar, eingerechnet 40% der Bevölkerung, 320 Millionen in die Kassen spülen, das bringt ungefähr im Jahr mindestens 4 Milliarden, ungerechnet der Arbeitslosen. Ohne Differenzierung die Grundsicherung rauszunehmen, denn diese 8 Euro müssen vom Staat durch die Grundsicherung wieder angerechnet werden, sonst wäre es eine allgemeine Kürzung des Grundeinkommens und eine riesige Schweinerei. Ulla Schmidt wäre in der Luft zerrissen worden, bei Rösler winkt man ab. Das kann man unmöglich dulden. Wieder eine tendenziöse VeranstaltungSonntag, 24. Januar 2010
Es braucht eine ganze Menge Unsensibilität am Sonntagabend, der einen bei minus 16 Grad zuhause hält, „Anne Will“ anzusehen, ihre Sendung ein Musterbeispiel wie Meinungen vermittelt werden müssen, bleibt ein hervorragendes Beispiel, wie Bürger ihrer eigenen Verarsche zusehen dürfen. Ihr geht sowieso jedes Thema am Arsch vorbei, aber leider hält sich bei ihren Zuschauern die Meinung, dass entsprechende Gäste interessant für uns sein könnten. Also verfolgt man ihr Theater, bis einem schlecht wird und den Knopf drückt.
Zum wiederholten Male sitzt bei ihr mit süffisantem Lächeln der „Herr Gerster“, einstmals Präsident der Arbeitsagentur, der sich bei Amtsantritt, erst mal sein Büro mit 150.000 damals, glaube ich noch Mark, kann auch Euro sein, spielt bei dem Herrn keine Rolle, einrichten ließ. Völlig unfähig, aber immerhin ein Architekt der Agenda 2010, als Schröder Freund, musste man ihn schweren Herzens ziehen lassen. Kurz nur, jetzt ist er beim Arbeitgeberverband gelandet, weich und sanft, nach wie vor völlig frei von Intelligenz oder sozialem Bewusstsein. Macht uns das stutzig, nein, bei jedem Satz wird geklatscht aus dem Publikum, anscheinend hat er immer seine Claqueure dabei. Kein seltenes Phänomen von politischen Karrieren, die immer wieder auf die Pfoten fallen, nach einem Desaster, das Öffentlich gemacht wurde. Öffentlich wird nur plausibel gemacht, dass einer, der die gängigen Praktiken nicht akzeptiert, als Gast und Beispiel lächerlich, schon durch die Fragestellung jener Dame, rüber kommt. Politische Reportagen, Talk-Shows, man kann es drehen wie man will, entweder du machst wie wir wollen oder du wirst nie eine Chance bekommen, ein Minimum dessen zu erreichen, was du dir als Lebensidee vorgenommen hast, vergiss deine Ideale mach mit, tanze um das goldene Kalb und es wird dir Dukaten scheißen. Das Volk klatscht frenetisch Beifall, denn ich bin nicht wie er. Gebt den „Low Performer eine Chance“Freitag, 22. Januar 2010
Stück für Stück erledigen sich die letzten Sprengel von Visionen, von denen man sich nicht trennen wollte, die eventuell sich ansatzweise zeigten, bei dem letzten Wahlergebnis. Über Hundert Tage sind vorbei und endlich durfte ich die letzten Reste von politischer Hoffnung fahren lassen. Ein ganz neues, befreiendes Gefühl schleicht sich ein; wir leben in einer Bananenrepublik. Endlich geschafft, Korruption, Werteverfall, nichts stört mehr das Gewissen wir dürfen leben wie wir es am besten können und wollen. Gewissensbisse perdü.
Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, die letzten beißen die Hunde. Die Sendung „Panorama „ zeigte gestern ein besonders perfides Beispiel, wie wir miteinander umgehen. Gerne angenommen werden Seminare für Arbeitgeber in denen sie lernen, wie werde ich einen unliebsamen Arbeitnehmer los. Anwälte, Arbeitsrechtler, die noch vor ein paar Jahren immer auf der Seite der Arbeitnehmer standen, stellen nun ihre Arbeit ganz in den Dienst der Arbeitgeber. Bei ihren gut besuchten Seminare arbeiten sie heraus, wie man seinen „Low Performer, sprich „Schlechtleister“ endgültig los werden kann. Gebt ihnen die Chance Fehler zu machen, propagiert ein Anwalt und zeigt auch gleich die Tricks, wie es geht. Es muss nicht immer das Sterbezimmer sein, in das einer ohne Arbeit gesetzt wird, nein, gebt ihm was er nicht kann, um ihn nach kürzester Zeit kündigen zu können. Da braucht es nicht das Beispiel von“ Schlecker“, der jetzt pro Forma zurückrudert und Besserung verspricht. Viel subtiler kann vorgegangen werden. Auch Japan praktiziert diese Methode einen unliebsamen Mitarbeiter loszuwerden. Wobei dieser Japaner meist durch Selbstmord endet. Dafür endet man in Deutschland im untersten Teil unseres sozialen Netzes, er wird zur Aktenleiche. Wie lange diese Praktiken, der Umgang mit Arbeitnehmer noch anhält, unsere Geduld strapaziert, darf nicht von Gewerkschaften abhängig gemacht werden, es erfordert Rückgrat von jedem Einzelnen und da liegt die Crux, den wir sind schon gebogen wie eine Banane, eben eine Bananenrepublik. Negatives Vokabular unserer MinisterDienstag, 19. Januar 2010
Bei der ständigen Forderung nach mehr Bildung, braucht es keine Verwunderung, dass diese so schleppend vorangeht, denn, bei einigen Ministern fehlt diese ganz drastisch, vor allem in ihrem Sprachgebrauch. Nach Kochs neuen Zwangsversionen für Hartz IV-Empfänger antwortete die Arbeitsministerin von der Leyen; „ man dürfe Hartz IV – Menschen nicht in die Ecke stellen.“ Dies ist schon eine negativ Beurteilung. Ich habe nichts davon gelesen, dass wir Reiche in die Ecke stellen, bei eventueller höherer Steuerabgabe. Da werden ganz andere Formulierungen, die von Achtung und Respekt zeugen gebraucht. Ganz anders bei Menschen die von der Wirtschaft abgesondert wurden, nach einem Jahr sind sie arbeitsscheues Gesindel, denen man alle Rechte aberkennt, hier wird mit einem Exzess-Vokabular gearbeitet, dass sich langsam tröpfchenweise ins Bewusstsein aller Bürger niederschlägt. Arbeitspflicht, Zwangsverpflichtung zu niedrigen Arbeiten usw., statt draufzusatteln, müsste der Gesetzgeber nachbessern. Als ob ein Leben als Hartz IV-Empfänger eine angenehme Variante seines Lebensziel wäre. Tatsache ist, es sind gar nicht genügend Jobs vorhanden um den der Einzelne zwangsverpflichtet werden könnte. Sollte es nicht das Ziel von Politikern sein, Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln schon im Vorfeld zu verhindern. Sie nehmen die ständigen Entlassungen von Tausenden Menschen ungerührt hin, Schulter zucken, schicken die Menschen in die Arbeitslosigkeit um sie anschließend als eine Last für den Sozialstaat abzustempeln. Und für diese Menschen lohnt sich kein positives Vokabular mehr. Gebt allen Menschen die arbeiten wollen Arbeit, danach kann unser Staat durchaus für einige, die anderes Lebensideal für sich beanspruchen, aufkommen. Mehr Bildung, selbstverständlich aber ein hungrigen Magen will erst mal gestillt werden, bevor er schöne Vokabeln aufnehmen kann.
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